Stark für das Handwerk. Stark für die Region | |||||
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Delegiertentagung der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein Wie gut die Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und die Handwerkskammer Koblenz zusammenarbeiten, zeigte sich einmal mehr im Rahmen der jüngsten Delegiertentagung im Servicehaus Handwerk. Zahlreiche Delegierte der verschiedenen Innungen füllten die Reihen. Gestaltet wurde die Sitzung vom Vorsitzenden Kreishandwerksmeister Marco Kraus, dem Hauptgeschäftsführer der KHS Mittelrhein Ulf Hoffmann, dem Präsidenten der HwK Koblenz Kurt Krautscheid sowie HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich. Ulf Hoffmann betonte die enge Kooperation beider Organisationen und bedankte sich ausdrücklich für „die sehr gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen“. Ein zentrales Thema der Tagung war die „Handwerksmesse 2.0“, die sich als voller Erfolg erwies. Für drei Tage verwandelte sich die Koblenzer Innenstadt in eine Bühne für das Handwerk. Auf rund 70.000 Quadratmetern präsentierten etwa 80 Aussteller das ganze Spektrum handwerklicher Leistungen – und das nicht in Messehallen, sondern mitten im öffentlichen Leben. „Die Idee ist Spitze“, resümierte Hoffmann. „Wir werden uns definitiv beim nächsten Mal wieder einbringen.“ Auch Ralf Hellrich betonte das Ziel, die Messe „als feste Größe etablieren zu wollen“. Die durchweg positive Resonanz spiegelte sich auch in den Worten von Marco Kraus wider. Er sprach von einer „sehr guten“ Rückmeldung und hob darüber hinaus die zahlreichen Aktivitäten der KHS in der jüngsten Vergangenheit hervor. Passend dazu präsentierte er die neue Kernbotschaft der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein unter dem Motto: „Stark für das Handwerk. Stark für die Region.“ Unter der Überschrift „Aktuelles aus der Handwerkspolitik“ berichteten Kurt Krautscheid und Ralf Hellrich über die wirtschaftliche Lage des Handwerks. Grundlage war der Konjunkturbericht, der seit 36 Jahren erhoben wird und Daten aus rund 3.000 Betrieben umfasst. Das Fazit der jetzigen Frühjahrserhebung fällt verhalten aus: „Es gibt einen mäßigen, aber kontinuierlichen Abwärtstrend seit vier Jahren“, erklärten Krautscheid und Hellrich. Die Stimmung habe ein Vierjahrestief erreicht. Zwar bewerten 75 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend, jedoch zeigen Indikatoren wie Auftragseingang und Umsatzentwicklung nach unten. Steigende Einkaufspreise treffen auf stagnierende Verkaufspreise. Unterschiede zeigen sich dabei je nach Gewerk. Ralf Hellrich äußerte sich zurückhaltend zur künftigen Neubesetzung des Wirtschaftsministeriums auf Landesebene und betonte den Wunsch nach einer stärkeren Berücksichtigung von Arbeitgeberinteressen. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch hinsichtlich der Wahrnehmung handwerklicher Ausbildungswege: „Studium ist keinesfalls immer der bessere Weg.“ Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Automatisierung und KI sei eine Ausbildung häufig die sicherere Option. Abschließend widmete sich Ulf Hoffmann den Finanzen der KHS Mittelrhein. Die Jahresrechnung 2025 wurde vom Kassenprüfer mit den Worten „Alles war top“ bestätigt. Auch der Haushaltsplan für 2027 fand die einstimmige Zustimmung der Delegierten. Die Delegiertentagung machte deutlich: Das Handwerk in der Region steht geschlossen zusammen, um zukünftige Herausforderungen zu meistern. | |||||
![]() Foto: Jordan | |||||

